Tag 4: Racing Action bergab
Wie auch in den vergangenen Tagen war das Wetter in Winterberg besser als vom Wetterbericht vorausgesagt. Eigentlich sollte es den ganzen Tag regnen, aber am Morgen schien die Sonne und belohnte die zeitig Aufgestandenen mit einer Trainingssession ohne Stress. Während der letzten Tage musste man schon einiges an Geduld mitbringen, um im übervollen Bikepark von Winterberg und einer hochfrequentierten Downhill-Strecke die notwendigen Trainingsruns zu absolvieren.
Die Strecke wurde auch in diesem Jahr umgeändert. Die Crew von Dirtworks hat innerhalb von 48 Stunden den Kurs in einen völlig neuen Racetrack verändert. Es wurden einige neue Teilabschnitte eingebaut und an anderen Stellen die Linienwahl modifiziert. Das unterschiedliche Wetter hob den Anspruch noch einmal und obwohl die Strecke eher kurz war, war es keine leichte Aufgabe. Im Seeding Run am Samstag konnten fast schon erwartungsgemäß Tracey Hannah (AUS - NS Bikes UR Team) und George Brannigan (NZL - NS Bikes UR Team) die Bestzeiten einfahren.
Auch der Sonntag startete wieder trocken und die eingefahrene Strecke war extrem schnell. Nach vier weiteren Trainingsstunden begannen die Finalläufe. In der Klasse Elite Women setzte sich erneut Tracey Hannah durch und verwies Anna Newkirk und Abigail Hoogie (beide USA - Beyond Racing) auf die nachfolgenden Plätze.
Bei den Elite Men wurde es zum Schluss noch einmal richtig spannend. Als die letzten Fahrer auf die Strecke gingen, fing es kurz an zu regnen und es war nicht klar, ob es das Ergebnis beeinflussen würde. Am Ende siegte Tristan Botteram (NED - Canyon CLLTV) mit einer Zeit von 1:44.855 Minuten. Damit war klar, die Bedingungen waren fair und der Europacupsieger von 2021 hat verdient vor George Brannigan und Christopher Grice (USA - Specialized Gravity) gewonnen.
STATEMENT
Tristan Botteram
"Ich habe von den Factory Fahrern den Sieg geholt. Es ist eine Art Heimstrecke für mich, weil ich zweieinhalb Stunden von hier entfernt wohne. Wenn ich trainiere, dann normalerweise hier. Ich bin also wirklich froh, dass ich es geschafft habe. Obwohl es am Ende geregnet hat, haben wir uns zusammengerissen und sind an die Spitze gekommen. Ich bin also wirklich begeistert!"
Im nächsten Jahr kehrt das iXS Dirt Masters vom 18. bis 21. Mai nach Winterberg zurück und wird die Geschichte von Europas größtem Gravity Festival weiterschreiben. Beim iXS Cup geht es nun mit der Europaserie im österreichischen Semmering weiter.