iXS DHC #3 Klinovec

Rennbericht: Novum am Keilberg

Am zurückliegenden Wochenende wurde der dritte Lauf des iXS Downhill Cups im tschechischen Klinovec veranstaltet. Etwa 350 Teilnehmer aus 14 Nationen waren am Start. Am Ende gewannen Kim Schwemmer und Erik Irmisch die Elite Klassen.

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Nachdem bereits im letzten Jahr Klinovec zur Familie der iXS Rennen hinzukam, wurde nun das zweite Kapitel aufgeschlagen. Diesmal gastierte der dritte Lauf des iXS Downhill Cups, einer länderübergreifenden Serie aus 9 Veranstaltungen, im deutsch-tschechischen Grenzort. Insbesondere die Downhillstrecke, die Teil des Trailparks Klinovec ist, ist vielen bereits seit den neunziger Jahren ein Begriff, jedoch eher unter dem Namen Bozi Dar. In den letzten Jahren wurde extrem viel der Infrastruktur verbessert und mit dem Bau des neuen Liftes sind auch einige Strecken verschiedenster Schwierigkeitsstufen am Keilberg entstanden. Auch wenn der Trailpark absolut familientauglich ist, so gibt es dort doch auch einen Downhillkurs, der es in sich hat.

Keilberg - DHC Klinovec 2018.jpg

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Die Strecke

Die Strecke ist 3,3 Kilometer lang und vernichtet dabei 450 Höhenmeter. Allein diese Zahlen lassen erahnen, das der Kurs extrem fordernd ist. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus lehmigem Boden mit unendlich vielen Steinen und Felsbrocken. Zwischendurch kommt ein berüchtigtes Steinfeld und ab und zu geht es auch mal über Wurzeln. Insbesondere bei nassen Verhältnissen, wie es am Wochenende leider der Fall war, ist das Gripniveau teilweise eher niedrig. Ein eher seltenes Feature ist der Highspeedabschnitt im unteren Teil des Kurses, bei dem die wirklich hohe Geschwindigkeit einen Tunnelblick entstehen lässt.

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Die Bedingungen

Im letzten Jahr waren die Bedingungen eindeutig so, dass man lieber nicht vor die Tür und schon gar nicht auf ein Downhillrennen gehen möchte und leider sah die Vorhersage für die 2018er Ausgabe nicht viel besser aus. Nachdem der Sommer nun schon meteorologisch eine ganze Zeit da war und in der letzten Woche nun auch kalendarisch begann, legte er für das Wochenende eine Pause ein und teilweise einstellige Temperaturen mit Regen und Nebel lösten das optimale Fahrradwetter ab. Am Ende kam es nicht ganz so schlimm wie angekündigt, aber nichtsdestotrotz wird Klinovec erneut als Regenrennen im Gedächtnis bleiben. Aber genau bei diesen Bedingungen zeigt sich, wer ein hohes technisches Niveau besitzt und auch solche Verhältnisse für sich zu nutzen weiß.

Wet Track Walk - Klinovec 2018.JPG

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Seeding Run

Der Samstag startete also wieder nass und somit war klar, der Seeding Run wird auf einem nassen Kurs ausgetragen. Nachdem der Freitag zwar auch am Ende etwas freundlichere Bedingungen bot, allerdings die Strecke nicht abtrocknen konnte, hatten sich nun also alle an Schlamm und glatte Steine gewöhnt und da die Verhältnisse für alle gleich waren, konnte mit einem fairen Seeding Run begonnen werden. Die Schnellsten des Tages waren Kim Schwemmer (GER - Herobikes) mit über 14 Sekunden Vorsprung und Johannes Fischbach (GER - Radon Factory Racing) mit etwas mehr als 3 Sekunden Abstand zu Erik Irmisch (GER - Team Racing Dudes).

Johannes Fischbach im Seeding Run Johannes Fischbach im Seeding Run

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Finale

Der Sonntagmorgen hielt wettertechnisch keine großen Überraschungen bereit, allerdings blieb es wenigstens halbwegs trocken, wenn auch nicht allzu warm. Nichtsdestotrotz ist Downhill nun mal eine Outdoorsportart, die man schlecht in eine Halle verlegen kann. Somit begann das Rennen pünktlich mit den Open Kategorien und auch wenn die Ergebnisse aufgrund der Menge in den Mitteilungen keine Erwähnung finden, sind die Leistungen durchaus zu würdigen.

Glückwünsche in der Masters Klasse Glückwünsche in der Masters Klasse

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Pro Masters & Pro U17

Die erste lizenzierte Klasse war also wie immer die Pro Masters. Diese wurde von Daniel Jahn (GER - Nicolai BikeBauer) gewonnen. Dahinter reihten sich Daniel Brischke (GER - AbfahrtsAthleten) und Dominik Dierich (GER - TREK AmperRad). Die danach gestartete Klasse Pro U17 wurde von Onni Rainio (FIN - Pole Bicycle Company) mit über 5 Sekunden Vorsprung dominiert. Zweiter wurde David Cvinger (CZE - Ore MTB Racing Team), Dritter Felix Schumann (GER - GZ Rocky Mountain Racing).

Podium U17 Klasse Podium U17 Klasse

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Pro U19

In der Pro U19 Kategorie hatten die Zeiten der ersten vier Ränge alle für eine Top Ten Platzierung in der Elite Klasse gereicht. Schnellster davon war Marcel Merkeli (GER - Propain Gravity Union) mit einer Zeit von 4:15.157 min. Etwa zwei Sekunden dahinter platzierten sich Hannes Lehmann (GER - MRC Saracen Racing Team) und Mika Hopp (GER - GZ Rocky Mountain Racing).

Mika Hopp im Training am Freitag Mika Hopp im Training am Freitag

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Elite Women

Bei der Elite Women Klasse kann man von einer wirklichen Dominanz des Wochenendes sprechen. Kim Schwemmer schien bei diesen Bedingungen perfekt in Klinovec zurechtzukommen. Am Ende konnte sie auch den Finallauf für sich entscheiden. Sie benötigte für den Kurs 4:56.011 Minuten und konnte einen Abstand von fast zehn Sekunden zur zweitplatzierten Simona Jirková (CZE - UFO-Ride.cz/Rollhaus) herausfahren. Dritte wurde Roos Op De Beeck (BEL - Waasland MTB school).

Simona Jirková (rechts) beglückwünscht Kim Schwemmer zum Sieg Simona Jirková (rechts) beglückwünscht Kim Schwemmer zum Sieg

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Elite Men

In der Elite Men Klasse kam es zu einer kleinen Überraschung, die aber von Insidern schon vorausgesagt wurde. Zum allerersten Mal konnte Erik Irmisch ein Rennen des iXS Downhill Cups gewinnen und unterstrich damit seine Qualitäten. Für den YT-Fahrer ist die Strecke am Keilberg sein zweites Zuhause und somit konnte er, nach dem zweiten Rang im letzten Jahr, diesmal seinen Vorteil voll ausspielen. Seine Zeit 4:10.580 Minuten konnte von keinem unterboten werden, obwohl die ersten Fünf Plätze alle innerhalb einer Sekunde lagen. Mit nur 13 Tausendstelsekunden Abstand sicherte sich Benny Strasser (GER - GZ Rocky Mountain Racing) den zweiten Platz. Das Podest komplettierte Johannes Fischbach.

Erik Irmisch kennt die Strecke wie kein anderer Erik Irmisch kennt die Strecke wie kein anderer

Klinovec ist auf jeden Fall ein cooler Veranstaltungsort und mit Sicherheit wird es in Zukunft auch mal ein Rennen dort geben, bei dem das Wetter sich von einer besseren Seite zeigt. Weiter geht die Serie Ende Juli im thüringischen Ilmenau.

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