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Enduro Treuchtlingen

Perfekter Saisonabschluss

Am 14./15.10. fand mit dem Specialized Enduro Rennen der Saisonabschluss mit einem besonderen Leckerbissen statt. Das Rennen ist mittlerweile weit über die deutschen Landesgrenzen hinaus bekannt und war dieses Jahr gleichzeitig Finale der Central European Enduro Series sowie EWS Qualifier Event.

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Zur Freude der Teilnehmer hat der Veranstalter, der Radclub Germania Weißenburg, wieder einiges an Zeit in den Streckenbau investiert. Der Verein aus Mittelfranken überraschte mit insgesamt vier neuen, extra für das Rennen gebauten, Strecken im Mittelgebirge des Frankenjuras.

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Am Renntag gingen etwas über 400 Starter in insgesamt 3 Open- und 4 Elite-Klassen auf die Strecken. Wie in den letzten Jahren wurde der Streckenverlauf des Rennens, jeweiligen Klassen angepasst, sodass die Elitefahrer 7 Stages zu bewältigen hatten, wohingegen die Open Klassen auf 5 Stages ihr Bestes geben mussten.

Durch den Frühnebel und den Regen der letzten Wochen war der Waldboden nicht trocken, sodass durch den teils rutschigen Untergrund der technische Anspruch erhöht wurde. Insbesondere Stage 3, die den Eliteklassen vorbehalten war, forderte einiges an fahrtechnischem Können ab. Der ein oder andere Fahrer haderte auch mit den Tretpassagen in den Wertungsabschnitten. Aber so ist das beim Enduro: einerseits wird bergab hohes Fahrvermögen und Radkontrolle abverlangt, zudem ist jedoch auch die Kondition entscheidend, wo man am Ende des Rennens im Ranking landet.

Ein Teil der Stages erinnerte dieses Jahr einige Fahrer an Strecken, wie man sie insbesondere auch bei französischen Endurorennen findet. Die letzten beiden Stages lagen zur Freude der zahlreichen Zuschauer, und vor allem auch Mountainbiker, wieder direkt am Zielbereich. So wurden die Teilnehmer lautstark vom Publikum auf den letzten Metern ins Ziel unterstützt. Aufgrund der perfekten Wetterbedingungen verwandelte sich die Wiese im Zielbereich mit der Ankunft der einzelnen Wertungsklassen in eine immer größer werdende Bike-Chillout-Area. Und auch hier im Ziel waren sich alle einig: Treuchtlingen ist einfach Enduro, so wie es sein soll!

Wie bereits in den letzten Jahren wurde nach Zieleinlauf der letzten Fahrer ein Laufradrennen durchgeführt. 20 Kids konnten hierbei, auf einem im Zielbereich abgesteckten Parcours, erste Rennerfahrung sammeln und für viele Zuschauer sind die Kleinsten mit ihren Laufrädern ein weiteres Highlight der Veranstaltung.

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Am Ende des Tages konnte sich bei der Elite Men der Vorjahressieger Premek Tejchman mit einer Zeit von 13:39.60 wieder ganz oben auf dem Stockerl platzieren. Platz 2 ging an Michal Prokop und Christian Textor belegte 13:53.19 den dritten Platz. In der Klasse Elite Women holte sich Raphaela Richter, trotz eines Sturzes, mit einer Zeit von 16:40:81 vor Drengubakova Andrea aus der Tschechei und Tanja Naber den ersten Platz.Bei den Pro Masters landete Hyncia Petr 15:05:54 auf Platz 1 vor dem Niederländer Wilfried Van de Haterd und Milan Cizinsky. Der Sieg der Elite U 21 ging mit einer sehr guten Zeit von 14:30.09 an Björn Feldmann, der für den RC Germania Weißenburg startet. Er verwies die beiden Nachwuchsfahrer Bláha Voitech und Janik Voth auf die Ränge 2 und 3.

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In der Open Men Klasse fuhr Michael Baumgartner vor Fabian Fader (Platz 2) und Martin (Platz 3) auf den ersten Platz. Bei den Open Junioren fuhr der lokale Nachwuchsfahrer Timo Strobl auf den ersten Platz und verwies damit Erik Wetzel (Platz 2) und Simon Maurer (Platz 3) auf die anderen Plätze des Siegerpodests. Bei den Ladies der Open Klasse ergab sich folgendes Podium: Platz 1 Tanja Förtsch, Platz 2 Jennifer Gothe, Platz 3 Claire Fiebig.

Nach dem ersten Jahr der neuen Central European Enduro Series standen, nach dem Finallauf in Treuchtlingen, Michal Prokop (Pro Men), Andrea Drengubakova (Pro Women) sowie Petr Hyncica (Pro Masters) und Kristian Poruban (Pro Junior) als Gesamtsieger in der jeweiligen Wertungsklasse fest.

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Aufgrund der Ausnahmegenehmigung, die für die Durchführung der Rennen jedes Jahr erneut eingeholt werden muss, ist das Befahren aller Trails außerhalb der Veranstaltung nicht erlaubt. Trotz der deutlichen Hinweise des Veranstalters zum Fahrverbot, gab es vor Ort immer wieder Probleme mit der illegalen Befahrung der Trails. Dieses Jahr wurde deshalb direkt im Anschluss an den Schlussfahrer ein Rückbautrupp losgeschickt, die Strecken gibt es somit bereits nicht mehr. Die Veranstalter schaffen mit Herzblut und immensem Aufwand seit Jahren eine tolle Veranstaltung für Euch, bitte zollt ihnen den erforderlichen Respekt. Freut euch einfach darüber, dass jemand extra für euch derart geniale Strecken baut und hofft darauf, dass wir in Zukunft mehr legale Trails schaffen können.